Hypothekendarlehen

Hypothekendarlehen

Hypothekendarlehen - Die Beleihung von Immobilienwerten bedarf einer gründlichen Vorabrecherche.

Hypothekendarlehen sind durch das Grundpfandrecht gesicherte Kredite, die für eine private Immobilienfinanzierung genutzt werden. Auf Grund der Verpfändung der Immobilie ist diese langfristige Form der Finanzierung sehr sicher und durch niedrige Zinsen auch günstig für den Kreditnehmer.

In der nachstehenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die Anbieter, die günstige Hypothekendarlehen anbieten. Dort ist auch direkt ersichtlich, bis zu welcher Beleihungsgrenze das Darlehen aufgenommen werden kann. Nachfolgend sind eine Erklärung sowie weitere Informationen über Hypothekendarlehen zusammengestellt.

Hypothekendarlehen Testsieger im Vergleich – Anbieter Überblick

 
Unser Vergleich wird zur Zeit bearbeitet. Bitte schauen Sie in Kürze noch einmal vorbei.

* Gemäß der EU-Verbraucherkreditrichtlinie ist bei jedem Zinssatz auch der minimale und maximale Zinssatz sowie ein repräsentatives Beispiel mit einem so genannten 2/3-Zinssatz anzugeben. Diese Angaben finden Sie in den jeweiligen Produktdetails.
Sofern nicht anders angegeben sind alle Zinssätze eff. p.a. und abhängig von der Bonität

Weitere Informationen zum Thema Hypothekendarlehen

Details

Was ist ein Hypothekendarlehen?

Bei einem Hypothekendarlehen handelt sich es um eine Form der Kreditaufnahme, wobei das Darlehen durch das Grundpfandrecht auf eine bzw. verschiedene Immobilen gesichert ist. Der Kreditgeber hat somit die Möglichkeit, sich bei Nichteinhaltung der Vereinbarungen seitens des Kreditnehmers durch den zugesicherten Grundstückswert zu entschädigen. Das bedeutet im ungünstigsten Fall für den Kreditnehmer, dass es zu Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung kommt.

Wann ist ein Hypothekendarlehen sinnvoll?

Hypothekendarlehen werden für die private Finanzierung von Immobilien genutzt. Das kann sowohl den Bau als auch den Kauf oder die Sanierung von Gebäuden betreffen. Sie ermöglichen somit eine Finanzierung, ohne dass der Bauherr seine gesamten Ersparnisse in die Immobilie stecken muss. Die Laufzeit des Kredites umfasst mehrere Jahre.

Diese Darlehen können durch verschiedene Geldgeber bewilligt werden, wie zum Beispiel durch:

  • Kreditinstitute,
  • Bausparkassen
  • und Lebensversicherungsgesellschaften.

Qualitätsmerkmale

Woran erkennt man ein gutes Angebot?

Offensichtlich stehen die Konditionen an erster Stelle. Eine erste Übersicht gibt ein tabellarischer Hypothekendarlehen-Vergleich. Mit einem Rechner kann man zudem das beste Darlehen mit der gewünschten Anfangstilgung, der Zinsbindungsdauer, der Beleihung und dem Nettodarlehensbetrag finden. Ein gutes Hypothekendarlehen sollte gegenwärtig keinen großen Zinsaufschlag bei langen Laufzeiten berechnen.

Zweites Qualitätsmerkmal ist eine ausführliche Beratung. Je nach eigener Vorliebe kann man bei einer regionalen Bank die persönliche Beratung wählen, mittlerweile bieten Direktbanken jedoch auch den Kontakt per Chat oder Video an. Der Berater sollte dabei die gegenwärtige und künftige finanzielle und persönliche Situation abfragen und bei der Planung auch Nebenkosten mit berücksichtigen. So fallen im Falle eines Hausbaus Kosten für Notar, Grunderwerbssteuer und Bauherrenhaftpflichtversicherung an. Diese sollten bei der Kostenaufstellung bereits berücksichtigt werden.

Wer flexibel sein möchte, sollte bereits bei Vertragsabschluss darauf achten, in welcher Höhe eine Vorfälligkeitsentschädigung ausfallen würde.

Konditionen

Die Konditionen beim Hypthekendarlehen

Das Zinsniveau für Hypothekendarlehen liegt derzeit auf einem Rekord-Tief. Bei einem Darlehensbetrag von 100.000 Euro, einer Beleihung von 80 Prozent und einer gewählten Zinsbindungsdauer von 10 Jahren werden derzeit zwischen 1,3 und 2,0 Prozent effektivem Jahreszins verlangt. Bei ansonsten gleichen Konditionen und 200.000 Euro sogar vielfach nur bei 1,0 % eff. p.a.

Der Zinssatz sinkt dabei für gewöhnlich mit steigender Kreditsumme und steigt mit dem prozentualen Anteil der Beleihung. Die Dauer der Zinsbindung liegt bei den meisten Anbietern zwischen einem und 30 Jahren, wobei mit zunehmender Zinsbindungsdauer der Jahreszins ebenfalls steigt.

Ein weiterer, wichtiger Faktor für den Zins des Hypothekendarlehens ist die Beleihungsgrenze, die meist zwischen 60 und 80 Prozent des Beleihungswertes der zu finanzierenden Immobilie liegt. Besonders günstig sind dabei Beleihungsgrenzen bis 60 Prozent, die als erstrangige Hypothek an erster Stelle des Grundbuchs eingetragen wird und dem Kreditgeber die höchste Sicherheit bietet. So sind bei einer Beleihung von 50 Prozent des Beleihungswertes und einer Zinsbindung von einem Jahr auch Zinsen von teils deutlich unter einem Prozent möglich.

Antragsverfahren

Was ist beim Antrag für ein Hypothekendarlehen zu beachten?

Wer ein Hypothekendarlehen beantragen möchte, der sollte folgende Unterlagen zusammenstellen:

  • Antrag
  • Personalausweis
  • Einkommensnachweise:
    • Lohnbescheinigungen
    • Kontoauszüge
    • evtl. Policen Kapital bildender Lebensversicherungen inkl. aktuelle Dokumente zum Nachweis des Rückkaufswertes
    • evtl. Kontoauszüge von Sparguthaben
    • evtl. aktuellen Auszug vom Depotkonto
  • Grundbuchauszug
  • Aktuelle Fotos der zu beleihenden Immobilie

Sollen Aktien als zusätzliche Sicherheit mit eingebracht werden, so ist darauf zu achten, dass die entsprechenden Unternehmen in entsprechenden Indizes gelistet sind, da andere als Sicherheiten von den Banken nicht anerkannt werden.

Auf dem Online-Weg geschieht die Identitätsfeststellung mittels PostIdent-Verfahren. Dabei weist man sich mit einem Personaldokument bei einem Servicemitarbeiter der Post aus. Dieser bestätigt dann die Richtigkeit der Daten an die Bank, dieses Verfahren ist kostenlos.

Voraussetzungen

Die wichtigsten Voraussetzungen für das Hypothekendarlehen

Grundsätzlich setzen sich die Voraussetzungen für ein Hypothekendarlehen aus drei Teilen zusammen:

  1. Das Eigenkapital. Im Normalfall sind bei einem Hypothekendarlehen 20 Prozent, also ein Fünftel, der aufzubringenden Summe für die Immobilie aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Die Bank prüft, ob dies gewährleistet ist. Es gibt jedoch auch Hypothekendarlehen ohne Eigenkapital, die so genannte Vollfinanzierung. Dann gilt insbesondere:
  2. Die Bonität. Die monatlich zur Verfügung stehenden Einnahmen müssen das Darlehen und das alltägliche Leben finanzieren können. Vor allem im Falle einer Vollfinanzierung stellt ein Kreditgeber an die Bonität erhöhte Anforderungen. In diesem Fall sollte der potentielle Kreditnehmer ein überdurchschnittliches Einkommen und auch einen krisensicheren Arbeitgeber vorweisen können. Beamte bekommen in den meisten Fällen eine Vollfinanzierung genehmigt.
  3. Eintragung ins Grundbuch. Zur Absicherung des Kredites wird der Bank ein Grundpfandrecht eingeräumt. Meist geschieht dies als erstrangiges Hypothekendarlehen an erster Stelle des Grundbuches. Nachrangige Darlehen mit niedrigerer Priorität sind selten und meist nur mit Zinsaufschlägen zu bekommen.

Vorteile

Welche Vorteile bietet das Hypothekendarlehen?

Der Geldgeber profitiert bei der Darlehensvergabe von der hohen Sicherheit, die durch die Immobilie gegeben ist. Das führt zu günstigen Konditionen, also niedrigen Zinssätzen, für den Kreditnehmer. Bei Abschluss des Darlehens wird außerdem zumeist eine feste Zinsbindung bis zum Ende der Laufzeit des Kredites vereinbart. Der Kreditnehmer kann dadurch die entstehenden Kosten gut überblicken.

Nachteile

Gibt es beim Hypothekendarlehen Nachteile?

Immobilien, die über ein (noch laufendes) Darlehen finanziert werden, lassen sich nur schlecht verkaufen. Daher sollte vor Verkauf das Darlehen zurückgezahlt werden. Bei vorzeitiger Rückzahlung des Geldes kann eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig werden, die der Kreditnehmer bezahlen muss.

Außerdem sind die Zinssätze bei längerer Kreditlaufzeit zumeist höher, da die Geldgeber so einen höheren Gewinn erzielen und das Risiko für Verluste seitens des Kreditgebers sinkt. Daher ist ein Hypothekendarlehen mit kurzer Laufzeit meist günstiger.