Bausparen

Bausparen

Bausparen - Der Bausparvertrag als Grundstein für das Eigenheim

Auch in Niedrigzinsphasen ist Bausparen immer noch sinnvoll. Durch die Kombination aus Sparen und Kredit kann schon heute die Anschaffung oder der Bau einer Immobilie in der Zukunft sinnvoll vorbereitet werden.

Das Thema Bausparen hängt sehr stark mit der Hausfinanzierung zusammen. Jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Thema Eigenheim auseinandergesetzt hat, wird bereits auf diesen Begriff gestoßen sein.

Die nachfolgende Übersicht und Absätze zum allgemeinen Vertragsablauf werden die wichtigsten Anbieter und Schritte kurz erläutern und kleine Tipps geben.

Bauspar Vergleich – Die Bausparkassen im Überblick

No
Anbieter
Tarife
Besonderheiten
Bewertung
Getestet
1
siehe Test
  • hohe Flexibilität
  • Angebotsvielfalt für Anleger und Finanzierer

Weitere Informationen zum Thema Bausparen

Bauspar-Vertrag

Der Bauspar-Vertrag im Detail

Das Prinzip des Bausparvertrages ist sehr simpel. Er wird über eine bestimmte Summe abgeschlossen. Sobald die Hälfte dieser Summe vom Bauherren angespart wurde (diese Phase wird oft auch als Ansparphase bezeichnet), erhält er von der Bank die zweite Hälfte zum fehlenden Gesamtbetrag (Darlehensphase). Anschließend muss die von der Bank gestellte Summe wieder zurückbezahlt werden und dies in der gleichen Zeit, in der auch das Ansparen erfolgte.

  • Falls Sie in 10 Jahren 10.000 Euro angespart haben sollten, müssen Sie anschließend auch in den folgenden 10 Jahren wieder 10.000 Euro aufbringen können, um Ihre Schulden bei der Bank zahlen zu können.

Bei höheren Beträgen wird die Belastung schnell enorm. Gerade in der Ansparphase ist das Aufbringen des Kapitals sehr schwierig, da zusätzlich Kosten für die Miete oder ähnliches getragen werden müssen, die nach dem Hausbau wegfallen. Der Bausparvertrag ermöglicht es, zunächst ein relativ hohes Eigenkapital aufzubauen, was den Grundstein für das Eigenheim bildet.

Qualitätsmerkmale

Wodurch zeichnen sich gute Bauspar-Angebote aus?

Es gibt viele Bausparkassen, und es gibt viele verschiedene Tarife bei jeder Bausparkasse. Ein gutes Angebot sollte dabei sowohl Tarife mit Sonderkonditionen für junge Sparer, für Modernisierungssparer und andere Interessensgruppen anbieten.

Außerdem sollten alle Kosten klar und transparent aufgeführt sein. Dazu gehören Abschlussgebühren, Zinstarife und andere Sonderkosten. Manche Bausparkassen verschleiern diese, so dass sie für den Laien bei einem Bauspar-Vergleich scheinbar günstiger abschneiden.

Verzinsung

Hohe Verzinsung des Bauspar-Guthabens sichern

Auf Bausparverträge gibt es unterschiedlich hohe Zinskonditionen. Allgemein gilt, je geringer das in der Ansparphase eingezahlte Kapital ist, desto geringer sind im Anschluss auch die zu zahlenden Zinsen. Daher ist es ratsam, einen Vertrag mit hoher Guthabensverzinsung zu wählen. So kann mehr Geld gespart werden und der Kreditbedarf ist im Anschluss geringer.

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen sind für einen Bauspar-Vertrag zu erfüllen?

Voraussetzungen in der Ansparphase

Prinzipiell können alle in Deutschland gemeldeten Personen ab 16 Jahren einen Bausparvertrag abschließen. Bei Minderjährigen erfolgt der Vertragsabschluss über die Erziehungsberechtigten, weitere Voraussetzungen gibt es nicht. Zu prüfen ist, ob die regelmäßigen Einzahlungen in der Ansparphase auch geleistet werden können.

Sollen Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers mit eingehen, so erfolgt die Zahlung über die Lohnabrechnung, ansonsten kann beispielsweise vom Girokonto überwiesen werden.

Voraussetzungen für die Zuteilungsreife

Damit ein Bausparvertrag zuteilungsreif wird, also ausgezahlt werden kann, müssen das im Vertrag festgelegte Mindestsparguthaben und die Mindestsparzeit sowie die so genannte Zielbewertungszahl erreicht worden sein.

Über Mindestsparguthaben und Mindestsparzeit kann man sich dabei im Vertragswerk informieren. Die Zielbewertungszahl errechnet sich aus dem Verhältnis der geleisteten Zahlungen zu der Bausparsumme. Auch sie wird regelmäßig im Kontoauszug mitgeteilt. Der Schwellenwert zur Zuteilungsreife kann ebenfalls im Vertrag oder im Gespräch mit der jeweiligen Bausparkasse in Erfahrung gebracht werden.

Antragsverfahren

Wie läuft der Online Antrag für den Bauspar-Vertrag ab?

Der Antrag im Online-Verfahren erfordert insgesamt nur wenige Eckdaten. Anzugeben sind zwingend die folgenden Daten:

  • Persönliche Daten (Name, Adresse)
  • Beruf (Angestellter, Selbstständiger, etc.)
  • Familienstand
  • evtl. Ehepartner als Mitantragsteller?
  • Je nach Anbieter: Bauspartarif wählen
  • Art der Zahlung (SEPA-Lastschrift oder Dauerauftrag)
  • Zustimmung „Geldwäschegesetz“, Datenschutz und Allgemeine Bausparbedingungen (ABB)

Gibt es vom Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen / die Arbeitnehmersparzulage, so kann in vielen Fällen dort bereits vermerkt werden, dass ein entsprechender Antrag mit den Unterlagen des Bausparvertrages mit versendet wird.

Es ist nicht notwendig, die Wohnungsbauprämie zu beantragen. Der Antrag wird jedes Jahr mit der Jahresabrechnung der jeweiligen Bausparkassen automatisch versendet.

Nach Ausfüllen aller Daten erhält man den Bausparvertrag. Bei der nächst gelegenen Poststelle lässt man sich nachfolgend per PostIdent-Verfahren seine Identität bestätigen, diese verschickt die Bestätigung und den Vertrag anschließend kostenlos an die Bausparkasse. Damit ist das Antragsverfahren abgeschlossen.

Boni

Bonus beim Bausparen erhalten

Bei Bausparverträgen mit hohen Verzinsungen wird meist die Möglichkeit geboten, dass der Bauherr auf sein Darlehen verzichten kann und im Gegenzug von der Bank einen Bonus gezahlt bekommt.

In Einzelfällen kann sogar eine Erstattung der Abschlussgebühr erkämpft werden. Die Finanzierung des Eigenheims wird dann über Hypothekenkredite gewährleistet. Diese sind bei dem momentanen Zinstief günstiger als Darlehen aus Bausparverträgen.

Wartephase

Die Wartephase beim Bausparen

Das Kapital kann der Bausparer erst bekommen, wenn er laut Vertrag für den Zugriff auf das Geld autorisiert ist. Dieser Zeitpunkt unterscheidet sich stark zwischen den einzelnen Geldinstituten. Ein Zeitraum von 7 bis 10 Jahren ist realistisch. Falls die Zinsen in den folgenden Jahren steigen, werden die Zinssätze gering, das Ersparte aber bringt mehr Rendite.