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Im Zuge einer Immobilienfinanzierung steht neben dem bekannten Annuitätendarlehen meistens auch ein endfälliges Darlehen zur Auswahl, welches von vielen Banken angeboten wird. Das Darlehen ist meistens so konstruiert, dass während der Laufzeit nur Zinsen zu zahlen sind, weil die Tilgung gleichzeitig zum Beispiel in eine Kapitallebensversicherung fließt. Aktuell haben allerdings immer mehr Kreditnehmer Probleme, das endfällige Darlehen zu tilgen.

Und zwar bestehen die Probleme darin, dass die als Kapitalauszahlung aus der Lebensversicherung verfügbare Summe geringer als die Tilgung ist, die man beim endfälligen Darlehen leisten muss. Diese Diskrepanz ist nur selten auf Fehler bei der Berechnung zurückzuführen, die bei Abschluss des Darlehens sowie der Versicherung gemacht worden wären. Vielmehr ist die Ursache dafür, dass kein ausreichender Tilgungsbetrag zur Verfügung steht, dass die Auszahlungssumme der Kapitallebensversicherung (deutlich) geringer als ursprünglich angenommen ist.

Renditen der Lebensversicherungen sinken
Dass die tatsächlich auszuzahlende Kapitalsumme geringer als bei Abschluss der LV kalkuliert ist, liegt an den fallenden Renditen. So beträgt der Garantiezins bei Lebensversicherungen derzeit beispielsweise nur noch 2,25 Prozent, während er zum Beispiel vor rund 15 Jahren noch bei vier Prozent lag. Derzeit wird sogar eine weitere Senkung auf 1,75 Prozent diskutiert.

Auch die Überschussanteile haben sich bei manchen Versicherern durchaus rückläufig entwickelt, was in der Summe dazu führen kann, dass Versicherte beispielsweise mit einer Auszahlung über 100.000 Euro zur Tilgung eines im Zuge der Immobilienfinanzierung genutzten endfälligen Darlehens gerechnet haben, nun aber zum Beispiel nur 85.000 Euro ausgezahlt bekommen. Bleibt die Frage was Versicherte nun tun können, deren KLV in einigen Jahren fällig wird und zur Tilgung eines Darlehens vorgesehen ist, um eine mögliche Diskrepanz zwischen Auszahlungssumme und Tilgungsbetrag doch noch zu vermeiden.

Kündigung nicht empfehlenswert
Die schlechteste Variante ist sicherlich die Kündigung der Lebensversicherung, da bei einer solchen Kündigung noch weitere Teile der ohnehin vielleicht schon recht geringen Rendite verloren gehen würden. Eine bessere Alternative kann der Verkauf der Lebensversicherung sein. Üblich sind Aufschläge zwischen fünf bis 15 Prozent auf den Rückkaufswert, den der Käufer bereit ist zu zahlen. Ob die dann ausgezahlte Summe jedoch ausreicht, um später das endfällige Darlehen zu tilgen, muss natürlich in jedem einzelnen Fall entschieden werden.

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