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Dass die Immobilienfinanzierung im Bereich der Häuslebauer selbst bei stolzen, weltweit riesige Volumina bewegenden Instituten wie die Deutsche Bank AG wieder zu einer favorisierten, auf hohem Niveau betriebenen Geschäftssparte geworden ist, zeigt das aktuelle Testergebnis der Stiftung Warentest.

Danach rangiert das deutsche Vorzeigeinstitut auf Platz unter 66 geprüften Mitbewerbern. Die von den Testern vorgenommene Gewichtung von Konditionsangeboten und Service- und Beratungsqualitäten in einem Verhältnis von 65 zu 35 scheint dabei niemanden zu erstaunen.

Ohne Frage kommt den Konditionen für eine Baufinanzierung, deren Volumen in der Regel das Jahreseinkommen eines Bauherrn um ein Vielfaches übersteigt, große Bedeutung zu. Bei einer angenommenen Finanzierungssumme von EUR 300.000 bedeutet ein Zinsunterschied von 0,10 Prozentpunkten eine Veränderung der monatlichen Anfangsbelastung von EUR 25. Eine Abweichung um 50 Basispunkte würde den Betrag auf Euro 125 pro Monat erhöhen, die sicher niemand verschenken möchte und sollte.

Doch auch auf 15 oder 20 Jahre hochgerechnet dürfte sich der Nachteil aus einer zu teueren Finanzierung selten auf die Verluste addieren, die ein Bauherr aufgrund mangelhafter Beratung erleiden kann. Die überteuert erworbene Immobilie, der falsche Makro-oder Mikrostandort, mangelhaft geplante Objekte oder schlechte Bauqualität, eine zu großzügig vergebene Finanzierung, die in den Folgejahren zu Problemen bis zum Zwangsverkauf führen kann: Vor all diesen Risiken wird ein qualifizierter Berater seine Kunden zu schützen versuchen.

Dazu müsste man ihm allerdings Gelegenheit geben, sich mit dem Projekt und der Situation seines Kunden ausführlich zu befassen. Doch der Berater arbeitet gegen die Uhr, denn Zeit bedeutet Geld für seinen Arbeitgeber und ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für seinen Kunden. Der vom Internetangebot verwöhnte Kunde erwartet Kreditzusagen zu besten Konditionen in immer kürzeren Fristen, und auch manche Banken haben noch nicht realisiert, dass die Werbung mit möglichst kurzen Bearbeitungszeiten nicht unbedingt ein Prädikatsmerkmal sein muss.

Viele Institute bemühen sich sicher redlich, neben attraktiven Konditionen eine solide Beratung sicher zu stellen, doch der Spagat zwischen dem Zwang einer konkurrenzfähigen, kostengünstigen Abwicklung und einer qualifizierten Gesamtprüfung wird zunehmend schwieriger. Solange die Verbraucher nicht bereit sind, eine gute Beratungsqualität zu honorieren, werden sie weiter damit leben müssen, dass die Bemühungen mancher Bank sich maßgeblich auf Schnelligkeit und gute Konditionen konzentrieren.

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